Presseartikel

"Heidelsheim gab Bretten damals Starthilfe“


VSG Bretten feiert 50-jähriges Bestehen mit zahlreichen Gästen / Rosemarie Kirchgäßner Ehrenvorsitzende
ZU DEN GRÜNDUNGSMITGLIEDERN der damaligen Versehrtensportgruppe Bretten zählte Werner Servay (links). Er wurde besonders von der VSG-Vorsitzenden Elisabeth Raupp gewürdigt. Unter den über 100 Festgästen war auch OB Martin Wolff.


Bretten (cat). Spaß an der Bewegung, gemeinsame Aktivitäten, gelungene Feste und erlebnisreiche Ausflüge: Seit nunmehr 50 Jahren steht der Verein für Sport, Gesundheit und Rehabilitation Bretten (VSG) für ein aktives Vereinsleben für Menschen mit und ohne Behinderungen (die BNN berichteten). Am gestrigen Sonntag lud der VSG anlässlich seines 50. Geburtstages zu einer großen Jubiläumsfeier mit weit über 100 Gästen ins Hallensportzentrum Im Grüner ein.Nach der musikalischen Einstimmung durch die Jugendkapelle des Musikvereins Büchig begrüßte die Vorsitzende des Vereins, Elisabeth Raupp, die Besucher. Auf humorvolle Weise gab sie einen kurzen Rückblick über das politische, sportliche, musikalische und kulturelle Weltgeschehen im Gründungsjahr des VSG. So ging ein lautes Schmunzeln durch die Reihen, als Raupp an den Musikgeschmack damals erinnerte: „Wir hörten ‚Marmor, Stein und Eisen bricht’ und es sang für uns Roy Black.“ Besonders aber die Information über die Preise anno 1966 erheiterte die Gäste: „Ein Liter Normalbenzin kostete 54 Pfennig und eine Maß Bier 2,20 Deutsche Mark.“ Schließlich leitete sie zum VSG über und berichtete über die Anfänge des Vereins. Erst 21 Jahre nach Kriegsende - und damit deutlich später als in den umliegenden Städten und Gemeinden - habe sich in Bretten der sogenannte „Versehrtensport“ durch die Unterstützung der Gemeinde Heidelsheim etabliert. „Heidelsheim gab Bretten Starthilfe“, so Raupp. Abschließend gratulierte sie Werner Servay als einzigem noch lebenden Gründungsmitglied.Glückwünsche an den VSG kamen anschließend vonseiten des Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes, vom Sport-kreis Karlsruhe sowie von Oberbürgermeister Martin Wolff als Vertreter der Stadt Bretten. Wolff betonte insbesondere die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements und erinnerte an die sportlichen Erfolge des Vereins. Als „Geschenkle“ überreichte er der Vorsitzenden einen Scheck über 250 Euro. Nach einem gemeinsamen Mittagessen stellte Kassiererin Monika Richter-Bischoff noch die aktuellen VSG-Gruppen in einem Film vor, es wurden Bilder „50 Jahre VSG“ gezeigt und Elisabeth Raupp lud die Anwesenden zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen ein.Während der Feierlichkeit wurden mehrere Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt (ab 30 Jahren):30 Jahre: Edith Bauer, Sabrina Becker, Waltraud Dorwarth, Veronika Keil, Rosemarie Kirchgäßner, Günter Kirchgäßner40 Jahre: Ingrid Glöckler-Friedrich, Elfriede Griechisch, Manfred Kreppein, Gertrud Lugsch, Hildegard Neff, Karl Neff, Elisabeth Raupp, Heinz Schäfer, Ottilie Schwarz, Walter Winzig
50 Jahre: Richard Schöntag, Werner Servay
Zu Ehrenmitgliedern wurden Traudl Goppelsröder, Gertrud Lugsch, Richard Schöntag und Werner Servay ernannt. Ehrenvorsitzenden wurde Rosemarie Kirchgäßner. 
Für besondere Verdienste um den VSG Bretten geehrt wurden Norbert Friedrich (Ehrenmedaille des VSG), Alexandra Richter (Verbandsehrennadel) sowie Monika Richter-Bischoff (Ehrenmedaille des VSG).Quelle: Badische Neuste Nachrichten vom 04.04.2016, Svenja Heidelsberger


Deutsche Meisterschaft in Hallenboccia in Bretten am 26.08. und 27.08.2016